Curriculum Vitae



Eva-Maria Schmitt




Education



2003-2011
Art Academy Düsseldorf
Major subject: painting


2004 – 2005
in the class of Prof. Daniel Buren

2005 – 2006
in the class of Prof. Rissa

2006
exam

2007 – 2007
in the class of. Prof. Dr. Lüpertz

2007 – 2009
in the class of Rheinhold Braun

2008 exam



since 2010
in the class of Prof. Herbert Brandl

2010
Exam in German language and literature studies, Bergische Universität Wuppertal

Assignment

2011-2013
Casinodealer

since 2011
Teacher for arts and german language

2010-2011
Customer Care Specialist (German, English) employed at Chiang Mai Lanna Business Services Ltd., Thailand

Internships


2005
journalistic internship at the Bild Düsseldorf

2007
journalistic internship in the editorial office of the Express in Köln and Düsseldorf



Volunteer Work


2003 – 2005
coaching at Schülerhilfe Erkrath/Hochdahl
(subjects: English, German; age groups: 11-19)

since 2005
Assistant of Mrs. PD Dr. Dawn Leach in the Archive of the art academy in Düsseldorf



since 2009
secretary at the editorial office of the Express Düsseldorf



Exhibitions

individual exhibition
Galerie Artwork Viersen 2007
Kunsthalle Koblenz 2008
Tanzhaus NRW 2008
Kulturbunker Köln-Mülheim 2009
(www.playgender.de)



group exhibition


in the class of Daniel Buren at the Kunstraum Düsseldorf 2005
in the class of Rissa at Haus am See in Moers 2007
in the gallery GAM in Essen 2008


2009 Kulturbunker Mülheim during Nacht der Museen
Lederlust auf Öl, Raum Kalk (Köln)

list of publications


2005 class of Daniel Buren, bouquet no. 3 (catalogue)
2009 class of Rheinhold Braun (catalogue)
2009 gallery GAM (catalogue)

publications in some daily newspapers (Bild Düsseldorf, Express Düsseldorf, Westdeutsche Zeitung, Rheinische Post etc.)




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Dr. Angela Weber: Ausschnitt aus der Einführung zur Ausstellung „Das Fest“, gehalten 2009




Die malerische Anverwandlung von bereits existierenden Bildern treibt die Malerin Eva Maria Schmitt an. Eine zentrale Frage, der Eva-Maria folgt, richtet sich auf die Darstellbarkeit des weiblichen Körpers. Dabei will sie Position beziehen, ohne hiermit zugleich eine Wertung des Sujets im Sinne von gut oder schlecht zu verbinden. Vielmehr liegt der emanzipatorische Impuls in der Art und Weise, wie sich die Künstlerin das Sujet im Medium der Malerei aneignet und dabei zugleich einen anderen neuen Blick realisiert.

 

Am Ausgangspunkt der malerischen Arbeit von Eva-Maria Schmitt steht das Paradox, dass der Körper nur als Bild repräsentierbar ist, in seinem Bildwerden aber zugleich seine biologische Dimension verliert. Um diesen Vorgang zu durchbrechen, arbeitet die Malerin mit dem Stilmittel der Übertreibung. So zitiert sie in ihren Bildern die Farbpalette einer bonbonfarbenen Plastikwelt. Die ins Groteske gesteigerten, Fleisch gewordenen Körper brechen mit der Norm moderner Biopolitik.



 

Aus den sexualisierten, dressierten Medien-Körpern wird der lustvolle aufbegehrende Körper, der sich in seiner Hinfälligkeit und bildnerischen Präsenz – in der Körperlichkeit der Malerei - dem Blick des Bertachters preisgibt. So stilisiert Schmitt die ‚Eva’ als Gegenbild jener christlichen Figur einer Sünderin. Unter der Hand der Malerin verwandelt sie sich in die schrill schräge Ikone einer lustbetonten, sinnenfrohen Körperlichkeit, die sich dem Blick des Betrachters anbietet, seinem Voyeurismus zuvorkommt. Erfahrbar wird die Dimension der Leiblichkeit überdies durch ein latentes Ekelgefühl, das die bonbonfarbenen entblößten Körper im Betrachter zuweilen erzeugen. Die gekonnt provokant ins Bild gesetzten weiblichen Modelle ziehen den Betrachter zugleich magisch an und stoßen ihn ab. In dieser Ambivalenz sowie in der kompositorischen Sicherheit liegt die besondere Stärke dieser Bilder.

Angesichts der ‚Realität der Bilder’ ist es dringlich, das Auge vom Medium zu trennen und jene Blicke zurückzugewinnen, die unsere eigene Position bewusst machen.



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Es ist das Interesse am Menschen, das die Arbeiten der Düsseldorfer Künstlerin Eva-Maria Schmitt prägt.



Unter der Fassade greller, schriller Malerei finden wir die Frage nach dem Konstrukt der Wirklichkeit und wie wir innerhalb diesem Konstrukt den einzelnen Menschen wahrnehmen. Die Erkenntnis, dass nicht alles gold ist, was glänzt, nimmt der Betrachter nur sekundär wahr, primär findet er sich in gängigen Urteilen wieder, die auf das Eingeständnis des Betrachters zielen.

Eva-Maria Schmitt studiert seit 2003 an der Düsseldorfer Kunstakademie Malerei. Unter anderem arbeitete sie dort in der Klasse des Pariser Künstlers Daniel Buren. Die junge Künstlerin und freie Redakteurin ist zudem immatrikuliert an der Bergischen Universität Wuppertal, wo sie Germanistik studiert.

Eva-Maria kann auf einige Gruppen- und Einzelausstellungen zurückblicken sowie auf mehrere Veröffentlichungen in diversen Tageszeitungen.



Die Künstlerin lebt in der Nähe von Köln und arbeitet in Düsseldorf.



"Monster ist, was sich in seiner Erscheinung, in seinem Gehabe [...] dem Ebenmaß, der Norm [...] entzieht. Es manifestiert sich als etwas Maßloses [...]." {Jean Clair}



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